Taekwon-Do

Was bewirkt Taekwon-Do?

Taekwon-Do fördert die Einheit von Geist und Körper. Übt man Taekwon-Do im traditionellen Sinn aus, dann ist es weit mehr als eine Kampfsportart. Es ist eine Lebenshilfe. Wer sich selbst und seinen Körper beherrscht, der kann auch die Schwierigkeiten des täglichen Lebens besser meistern. Der Übende lernt, Schwierigkeiten nicht auszuweichen, sondern sie durch Mut und Ausdauer zu überwinden.

Oberstes Ziel im Taekwon-Do ist die Gesunderhaltung von Körper und Geist. Zudem ermöglicht das defensiv ausgerichtete traditionelle Taekwon-Do effektive Selbstverteidigung. Gerade auch bei Kindern und Jugendlichen schult Taekwon-Do Konzentrationsfähigkeit und Disziplin. Ängste und Aggressionen dagegen werden abgebaut, Hilfsbereitschaft, Respekt, Höflichkeit und Fairness gefördert.

Neben Gymnastik, Dehnübungen, Konzentrationstraining und Atemübungen stehen vor allem die drei Disziplinen Hyong, Chayu-Taeyron und Kyek-Pa gleichwertig im Vordergrund.

Die Regeln im traditionellen Taekwon-Do

Hyong (Formenlauf)

In den Formen, koreanisch “Hyong” kann der Übende seine Techniken ohne jedes Abstoppen im Wechsel von Verteidigung und Angriff realistisch üben. Er kämpft dabei gegen mehrere fiktive Gegner, und verwendet somit fast alle Hand- und Fußtechniken, sowie Schrittfolgen. Besonders wichtig hierbei ist die Kontrolle der Atmung, welche sich im Kampfschrei, koreanisch “Kiap” entfaltet und hilft die Kraft schnell und richtig zu konzentrieren. Sie bewirkt Ausdauer und Spannkraft, ist Lebensenergie für Geist und Körper.

Die Hyongs und ihre Bedeutungen

Chayu-Taeryon (Freikampf)

Im Freikampf werden all die Erfahrungen, Kenntnisse und erlernten Techniken angewendet. Im traditionellen Taekwon-Do wird grundsätzlich ohne Kontakt gekämpft. Schläge und Stöße werden deshalb immer kurz vor dem Ziel abgestoppt. Gefährliche Fingerstöße sind ausschließlich der Selbstverteidigung im Notfall vorbehalten. Die Beinarbeit mit hohen Drehkicks, Markenzeichen des traditionellen Taekwon-Do, wird im Freikampf eindrucksvoll demonstriert.

Kyek-Pa (Bruchtest)

Das Zerschlagen von Brettern und Steinen ist für Laien die spektakulärste Disziplin. Der Bruchtest ist daher auch am meisten bekannt. Für Außenstehende erscheint deshalb Taekwon-Do primär aus solchen Übungen zu bestehen. In Wirklichkeit aber werden Bruchtests nie geübt. Sie resultieren aus den technischen Übungen. Für den Bruchtest reift der Schüler im Laufe der Zeit. Vor allem die geistige Einstellung ist ausschlaggebend. Neben perfekter Technik ist der unbedingte Wille und Selbstvertrauen nötig. Allein durch Kraft lassen sich solche Aufgaben nicht lösen.